Leitbild

Leitbild des Diakonischen Freundeskreises Siegen-Süd e.V.

  1. Leitbildentstehung
  2. Entstehungsgeschichte des Freundeskreises
  3. Aufgaben und Zielsetzungen
  4. Grundlagen der Mitarbeit und des Miteinanders im Verein
  5. Stellung in der Gesellschaft
  6. Letzte Worte

 1. Leitbildentstehung

Die Entstehung des Leitbildes wurde dem Vorstand bewusst mit der Vergrößerung des Vereines. Seit dem Jahr 2010 fand ein deutlicher Anstieg der geleisteten Hilfe statt. Die Anzahl der Mitarbeiter wuchs und setzte neue Maßstäbe im Miteinander. Um diesem eine gemeinsame Grundlage zu geben, entschloss man sich zur Erstellung dieses Leitbildes.

Es ist dem Vorstand bewusst, dass es zurzeit noch keine fertige Version sein kann und von allen Beteiligten im Verein weiter verbessert werden soll.

Aber auch in der Zukunft muss dass Leitbild den stetig wechselnden Veränderungen angepasst werden, um den Zielen und Grundsätzen des Vereines gerecht zu werden.

Allen Beteiligten wie Mitarbeitern, Mitgliedern und dem Vorstand soll es zur Orientierung dienen.

2. Entstehungsgeschichte des Freundeskreises

Als im Jahr 1992 in Eiserfeld die Diakoniestation Siegen-Süd gegründet wurde, welche die damals in den Gemeinden tätigen Gemeindeschwestern und –pfleger zusammenschloss, wurde zur Unterstützung der Freundeskreis der Diakoniestation gegründet. Durch die finanzielle Unterstützung von Mitgliedern und Freunden des Vereins konnte der Station Materialien wie Betten, Rollstühle usw. sowie sogar Autos zur Verfügung gestellt werden. Damit konnte die Arbeit der Pflegekräfte tatkräftig unterstützt und den Patienten in Siegen-Süd eine große Erleichterung gebracht werden. Da aber durch Einführung der Pflegeversicherung diese Leistungen von den Pflegekassen übernommen wurden, wendete sich der Freundeskreis der Unterstützung Betroffener in der Haushalthilfe zu. Ziel war es in der Zusammenarbeit mit der Pflege das Eigenständige Leben der Patienten in den eigenen 4 Wänden möglichst angenehm und lange zu erhalten. Seit dem Jahr 2002 kam dann auch die Mitarbeit im Verbund „ATEMPAUSE“ dazu, welche sich zum Ziel gesetzt hat Angehörige von Menschen mit Demenz zu entlasten. Aufgrund weiterer Veränderungen in der Pflege entschloss man sich im Jahr 2003 zu einer Namensänderung und weiteren selbständigen Tätigkeit im Bereich der niederschwelligen Hilfsangebote. Anerkannt von der Bezirksregierung in Düsseldorf. So wurde aus dem Freundeskreis der Diakoniestation der Diakonische Freundeskreis Siegen-Süd e.V. „Die Hilfe für zu Hause“.

 3. Aufgaben und Zielsetzung

Den Menschen in Siegen-Süd und über die Grenzen nach Mudersbach, Birken und Brachbach hinaus, soll es ermöglicht werden im Alter, bei Krankheit und Behinderung in ihrer eigenen Wohnung so lange wie möglich eigenständig zu leben und an allen Bereichen des alltäglichen Lebens teilhaben zu können. Hilfe soll dort geleistet werden, wo sie nötig ist, unbürokratisch, so schnell als möglich und nicht abhängig von der finanziellen Situation der Hilfeempfänger oder Kostenzusagen von Behörden.

Der Hilfeempfänger soll sich wohl fühlen und Vertrauen in den Verein und seine Mitarbeiter erhalten. Dabei soll seine Selbständigkeit und sein Selbstvertrauen gefördert und gestärkt werden.

Geholfen wird in allen Bereichen des alltäglichen Lebens, außer der Körperpflege und medizinischen Behandlung. Dies soll alles beinhalten was Angehörige und Nachbarn auch leisten würden, bis hin zu den Leistungen der professionellen Pflegedienste.

Dazu gehören die Haushaltsnahen Hilfen wie z.B. putzen, staubsaugen, Wäsche waschen usw. Hilfen in der Familienpflege, beim Aufstehen und Zubettgehen, der Nahrungszubereitung und –aufnahme, der Betreuung von pflege- oder aufsichtsbedürftigen Menschen während der vorübergehenden Abwesenheit der Angehörigen, der Betreuung von Menschen mit Demenz im Rahmen der „ATEMPAUSE“, der Antragstellung auf zusätzliche Betreuungsleistungen und stundenweise Verhinderungspflege oder sonstiger Hilfen im Umgang mit Behörden und Besuche und Begleitungen bei Einkäufen, Spaziergängen und Arztbesuchen. Auch Anfragen, welche über das Angebot hinaus gehen, werden wohlwollend bearbeitet und versucht umzusetzen, so lang sie im Rahmen der Satzung vertretbar sind.

Um eine für den Hilfebedürftigen optimale Lösung zu finden, werden alle anderen Möglichkeiten durch Angehörige, Nachbarn, professionelle Pflegedienste und Einrichtungen, sowie Behörden in die Hilfe mit eingebunden und besonders den Angehörigen durch Beratung neue Wege gezeigt.

4. Grundlagen der Mitarbeit und des Miteinanders im Verein

Als gemeinnützig aktiver Verein steht das Ehrenamt im Mittelpunkt der Aktivitäten, welche im Aufgabenbereich des Freundeskreises liegen. Dieses setzt voraus, dass die in ihrer Arbeit für den Verein Tätigen, die ihnen anvertrauten Menschen, in den Mittelpunkt ihrer Hilfe stellen, ohne Wertigkeiten in Bezug auf Lebenseinstellung, Glaubensrichtung und Ansehen der Person. Die Würde des Einzelnen durch Toleranz und Offenheit, soll das gegenseitige Miteinander prägen. Dabei soll der Hilfeempfänger mit seinen Einschränkungen und seinen Ressourcen individuell gefördert und in seiner Biografie und Lebenserfahrungen angenommen werden. Die Mitarbeiter kommen als Gäste in den Bereich des Bedürftigen und dienen ihm, ohne seine Grenzen zu verletzen, was aber auch auf Gegenseitigkeit beruhen soll. Dabei ist es wichtig, die Intimität zu wahren und alles der Schweigepflicht zu unterwerfen und unter Berücksichtigung dieser, alles zu tun, um dem Menschen zu helfen. Als diakonisch arbeitender Verein sehen wir die Grundlage allen Handelns auf den christlichen Werten ohne Andersdenkende auszuschließen.

Aufgrund dieser Werte tragen alle Mitglieder und Mitarbeiter dazu bei, das Ansehen des Freundeskreises nach außen und innen durch eine liebevolle, ansprechende und entgegenkommende Art zu repräsentieren. Daraus erwächst eine große Verantwortung, welche jeden einzelnen zu sorgfältigem Handeln auffordert.

So sieht sich der Verein auch in der Verantwortung seiner Mitarbeiter gegenüber, welche er in seinen Möglichkeiten individuell fördert, betreut und weiterbildet. Durch Qualifizierungen und Fortbildungen soll die Qualität der Hilfe gesteigert und die Mitarbeiter entlastet werden. Dazu soll das Miteinander zwischen Mitgliedern, Vorstand, Einsatzleitung und Mitarbeitern durch eine freundliche und wertschätzende Einstellung zueinander, dazu beitragen ein harmonisches Arbeiten zu ermöglichen. Frei nach dem Leitsatz der „ATEMPAUSE“: „Geht es dem Pflegenden gut, geht es dem Kranken besser.“

5. Stellung in der Gesellschaft

Der Freundeskreis versteht sich als unkonventionelles, unbürokratisches, überkonfessionelles und nicht finanzoptimiertes Angebot zu den schon bestehenden Pflegeinstitutionen und Behörden. Es soll die Lücke zwischen Angehörigen- und Nachbarschaftlichen Hilfen hin zu den professionellen Pflegediensten ausfüllen. Der Freundeskreis versucht zu allen anderen Institutionen Kontakt zu halten und zu fördern. Er ist offen für Veränderung und bietet seine Informationen offen an.

6. Abschließende Worte

In einer Gesellschaft, in der kranke, alte, pflegebedürftige, Behinderte und sozial Schwache am Rande stehen, ist es wichtig, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen dennoch nicht aus der Gemeinschaft hinaus zu fallen. Dieser Aufgabe hat sich der Freundeskreis angenommen und versucht sie mit Unterstützung Aller in die Tat umzusetzen. Ob diese Aufgabe gelingt, liegt daran, wie viele „Freunde“ sich dazu bereit erklären, dies mit Rat, Tat und Finanzen zu unterstützen.

  • A A A